Dr. Udo Niesten Dietrich

Vom Mutter-Kind-Turnen zum Sportwissenschaftler und Unternehmer

Mein Name ist Udo Niesten-Dietrich und ich möchte euch heute gerne an meinem bisherigen Lebensweges und meinen Magic Moments verbunden mit den Themen Gesundheit und Bewegung teilhaben lassen.

Meine Geburtsstunde zum Thema Bewegung als eine wesentliche Säule der Gesundheit begann bereits mit 3 Jahren beim Mutter-Kind-Turnen im MTV Bad Oeynhausen. Der blonde Junge mit lockigem Haar und blauen Augen war zugegeben der Liebling der Übungsleiterin. Und so wurde ich mit leidenschaftlicher Unterstützung schnell flügge und Mutter blieb zu Hause. Diese motorische Grundausbildung, die im übrigen auch meine Kinder genießen durften, haben meinen Lebensweg nachhaltig geprägt. Ich wurde ein ambitionierter Leistungssportler im Turnen und in der Leichtathletik ohne aber wirkliche Spitzenleistungen erbracht zu haben. Es bleibt heute die Liebe zum Fitnesstraining, Rennradtraining und Skifahren.

Der unbändige Wunsch, Sport zu studieren war aber damals geweckt und hat mich mit dem weiteren Fach Biologie zum 2. Staatsexamen und abgeschlossenem Referendariat geführt.

Die Hausarbeit unter dem Titel: „Gesundheit lehren und lernen – ein Programm zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen“ habe ich in Kooperation der Herzklinik in Bad Oeynhausen unter Prof. Dr. med. Gleichmann erstellt. Gesundheit war eben auch hier schon Thema und Leidenschaft.

Nach dem Referendariat kam zunächst die Ernüchterung, denn Stellenangebote für den Schuldienst gab es in meiner Fächerkombination nicht.

Also, was nun?

Meinen Interessen treu bleibend, ging ich zurück zur Uni und wurde am sportmedizinischen Institut wissenschaftlicher Mitarbeiter auf Zeit. Nun ergab sich die großartige Chance zu promovieren und ich habe diese Herausforderung gerne angenommen.

Die Dissertation, wie konnte es anders sein, zu einem Gesundheitsthema habe ich in aller Bescheidenheit mit „summa cum laude“ abgeschlossen:

„Physische Aktivität in der Prävention der koronaren Herzkrankheit – Auswirkungen eines Geh-, Lauf-, und Krafttrainings auf kardiovaskuläre Risikofaktoren unter besonderer Betrachtung des Lipid- und Lipoproteinstatus“.

Mit dem Doktor im Gepäck endete auch meine wissenschaftliche Mitarbeit an der Uni und ich machte mich unter „fit-Gesundheitsmanagement“ selbstständig.

Als frühes Gründungsmitglied des damaligen Sporttherapeutenbundes an der Sporthochschule Köln, heutiger DVGS, wurde meine Motivation von neuem entfacht und über die Jahre als Dozent und später „nur“ Mitglied bis heute aufrecht erhalten.

Der Austausch mit Gleichgesinnten und die konzeptionelle und wissenschaftliche Arbeit an sportwissenschaftlichen Themen hat mich bis heute geprägt und meinen Wissensdurst noch längst nicht gestillt. In dieser Zeit hat mich eine Person sowohl menschlich als auch fachlich besonders fasziniert. Die Rede ist vom damaligen Dekan des medizinischen Fachbereichs der Sporthochschule Köln, Prof. Dr. med. Dr. mult. Wildor Hollmann. Er war nicht nur Gutachter meiner Dissertation sondern Ideengeber zum Thema „Gehirn und Sport“. 

Dieses Thema sollte mich bis heute begleiten. Die Zusammenhänge zwischen Gehirn, Stoffwechsel und Muskulatur im Alterungsprozess sind faszinierend und aus sporttherapeutischer Sicht nicht mehr weg zu denken. 

In der heutigen Zeit, wo psychische und psychosomatische Belastungen und Erkrankungen erschreckend zunehmen und das vegetative Nervensystem oft nicht mehr in Lage ist, den Parasympathikus (Regeneration des ZNS) ausreichend anzusprechen, sind präventive und salutogenetische Strategien erforderlich.

Die Folge hoher psychischer Belastungen in Verbindung mit chronisch erhöhten Cortisolspiegeln sind messbar im Gehirn, da Neurone degenerieren und die Gedächtniszentrale, der Hippocampus an Volumen verliert. 

Die sog. Mitochondrien als Minikraftwerke sind in unseren ca. 50 Billionen Zellen für die Energieproduktion zuständig. Ohne Mitochondrien läuft im wahrsten Sinne des Wortes nichts mehr. Jede Zelle besitzt weit über 1000 Mitochondrien – ein Wunderwerk der Natur.

Im Laufe des Lebens und ungesunder Lebensweise nimmt aber die Funktionstüchtigkeit der Mitochondrien ab. Man spricht von einer mitochondrialen Dysfunktion, die mit zahlreichen chronischen Erkrankungen in Verbindung gebracht wird.

Dies betrifft den Stoffwechsel und insbesondere auch das Gehirn. Trainierte Mitochondrien sind nämlich in der Lage, die Bildung neuer Neuronen im Hippocampus anzuregen. Das Volumen der Hippocampi nimmt zu.

Erst 2019 wurde der Medizinnobelpreis zu dem Thema verliehen und das Verständnis für die einzigartigen gesundheitsförderlichen Anpassungen der Mitochondrien vertieft.

Heute gilt als gesichert, dass die Funktion und Leistungsfähigkeit der Mitochondrien erhalten oder wieder hergestellt werden können. Der für mich naheliegendste Weg ist der einer sportlichen Betätigung, am besten in Form eines intensiven Intervall-Ausdauertrainings (HIIT).

Aus dem Höhentraining der Leistungssportler in Verbindung mit den Erkenntnissen der Forscher des Medizinnobelpreises hat sich eine neue Methode entwickelt, das Hypoxie-Hyperoxie-Intervalltraining (IHHT). Zahlreiche Studien belegen mittlerweile die Erfolge des Trainings, dass übrigens meist in entspannter Form im Liegen erfolgt.

Wie kann ein Sportbegeisterter zum Hypoxie-Training kommen?

Es ist die Effektivität mit der auch Menschen ohne Ausdauerambitionen, ähnliche präventive  Trainingseffekte verzeichnen können. Aber auch Sportler profitieren vom Hypoxietraining, sei es, dass ihre Trainingsherzfrequenz abnimmt, ihre Regeneration verbessert wird oder Übertrainingssymptome therapiert werden. Der Schlaf verbessert sich und das vegetative Nervensystem beruhigt sich, messbar durch eine verbesserte Herzratenvariabilität.

Auch aus sporttherapeutischer Sicht ein faszinierendes Trainingstool, da hohe sportliche Belastungen, die vielleicht andere Strukturen belasten würden, entfallen bei vergleichbaren Effekten auf die Mitochondrien, Gehirn, Stoffwechsel und Immunsystem.

Vielleicht konnte ich Euch ein paar Einblicke in das Hypoxie-Hyperoxie-Intervalltraining geben. Meine Erfahrung zeigt, dass nahezu jeder von dem Training profitieren kann, auch wenn die Ziele sehr unterschiedlich sind.

Möglich, dass ihr heute das erste Mal von diesem noch recht jungen Zelltraining gelesen habt. Scheut Euch also nicht, Kontakt mit mir aufzunehmen und Eure Fragen zu stellen.

Gerne begrüße ich Euch auch im schönen Lüneburg und stelle Euch das System einmal vor.

Bleibt bis dahin energiegeladen,

Euer Udo

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